Martina Grundmann
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    Wenn Essen nicht mehr satt macht

    Das Sätti­gungs­hormon Leptin gegen Überge­wicht

    Die Verdau­ungs­hormone Ghrelin und Leptin steuern den Appetit des Menschen. Knurrt unser Magen, weil er leer ist, gibt uns das Hormon Ghrelin zu verstehen: Wir haben Hunger!

    Sind die Fettzellen alle wieder gefüllt signa­li­siert uns Leptin: Wir sind satt!

    Was passiert, wenn diese natür­lichen Überle­bens­si­gnale nicht mehr funktio­nieren?. Ein gutes Beispiel sind die Überge­wich­tigen. Sie haben nicht mehr das Gefühl des Sattseins und verlieren Ihre Kontrolle über das Essen. Warum wirkt hier Leptin nicht?

    Was ist Leptin?

    Leptin (griech. Letpos: leicht, dünn) wurde von Jeffrey Friedmann im Jahre 1994 beschreiben. Es ist ein Hormon und regelt bei uns Hunger-Sättigung-Appetit.

    Abnehmen mit Leptin

    Leptin wird in den weißen Körper­fett­zellen produ­ziert. Da es unser Hunger-und Sätti­gungs­gefühl steuert, steuert es automa­tisch auch unser Gewicht. Sind wir überge­wichtig besitzen wir automa­tisch mehr Körperfett. Mehr Körperfett bedeutet mehr Produktion von Leptin.

    Stehen Sie gerade?

    Werfen Sie einen Blick auf Ihre Füße! Sehen Sie sie diese noch? Glück­wunsch!

    Wenn nicht, sollten Sie Ihre Leptin­pro­duktion wieder ankurbeln. Entscheidend für Ihre Gesundheit ist nicht das Gewicht, sondern das Verhältnis von Muskel­masse zu Fettmasse oder genauer:

    Ihren Bauch­umfang!

    Die WHR-Messung gibt Aufschluss über Ihre Fettver­teilung (Weist to Hip Ratio)

    WHR = Umfang der Taille / Umfang der Hüfte

    Seien Sie mutig. Nehmen Sie ein Massband zur Hand und messen Sie Ihren Taillen- und Hüftumfang.

    Der WHR bei Frauen sollte unter o,8 und bei Männern unter 0,9 liegen.

    Übermä­ßiges Bauchfett ist gefährlich

    Sie befinden sich damit in übler Gesell­schaft. Dem “tödlichen Quartett”:

    • Überge­wicht
    • Bluthoch­druck
    • Diabetes
    • Fettstoffwechselstörungen u.v.m

    Nehmen Sie ab! Wenn das aber so einfach wäre.

    Mit Leptin zu weniger Bauch­umfang

    1. Leptin wandert über den Blutkreislauf in unser Gehirn. Dort setzt es sich an Andock­stellen des Hypotha­lamus und gibt das Signal: Ich bin satt!
    2. Wird Fett aus den Fettdepots abgebaut, leeren sich die Energie­depots. Der Leptin­spiegel sinkt im Blut und wir erhalten das Signal: Ich habe Hunger!

    Nur wenn diese Leptin-Hormon­re­gu­lation in unserem Körper funktio­niert – funktio­niert es auch mit dem Abnehmen!

    Leptin macht aber nicht nur satt sondern kurbelt auch den Stoff­wechsel an und unter­stützt die Fettver­brennung, d.h. wir können abnehmen

    Was passiert bei Leptin­mangel?

    • Senkung des Blutdrucks, der Herzfe­quenz und des Muskel­tonus
    • Kann bei Frauen zum Ausbleiben der Menstruation führen
    • Bei Männern zur Verrin­gerung der Libido
    • Den Stoff­wechsel verlangsam
    • Überge­wicht auslösen

    Schluss­fol­gerung:

    Kein Leptin bedeutet einen langsamen Stoff­wechsel und damit kommt es zum Überge­wicht!

    Jetzt erwarte ich Ihre Frage:

    Es gibt doch Leptin bestimmt auch als Pille und schwupps werde ich schlank!“

    Tatsächlich gibt es Pillen und eine Studie darüber, die besagt, dass nur bei manchen ein Schmelzen der Fettpolster bewirkt wurde und bei anderen Probanden wiederrum nicht. Damit ist die Pille nicht für jeden geeignet. Wer es auspro­bieren möchte, der muss eine Menge Geld dafür zahlen. Zudem wird die Wirkung durch das Zersetzen um Magen-Darm-Trakt vermindert. Besser wäre das Spritzen von Leptin.

    Warum wirkt es bei dem einen und bei dem anderen nicht?

    Überge­wichtige haben sehr viele Fettzellen und damit verbunden sehr oft eine Leptin­re­sistenz!

    Was heißt Leptin­re­sistenz?

    Obwohl wir einen hohen Leptin­spiegel im Blut haben, kann es seine Wirkung nicht entfalten. Alle Andock­stellen im Gehirn für Leptin sind durch andere Stoffe besetzt. Jeder von uns kennt das Kinder-Spiel „Die Reise nach Jerusalem“. So ähnlich muss man sich das vorstellen. Bekommt Leptin keinen Sitzplatz (Andock­stelle im Gehirn) , erhalten wir auch kein Sätti­gungs­gefühl mehr. Das Signal SATT wird nicht mehr gesendet.

    Die Folge: Man isst und isst, und die Waage schlägt wieder verstärkt nach rechts aus.

    Warum sind die Andock­stellen besetzt?

    Ursache:

    • Leptin gelangt nicht durch die Blut-Hirnschranke. Krank­heits­er­reger oder auch Medika­mente wie Gifte können es daran hindern
    • Damit sind die „Andock­stellen“ für Leptin besetzt und es kann nicht mehr seine Wirkung entfalten

    Gründe der Leptin­restistenz

    • Ständige Überflutung von Leptins im Stoff­wechsel
    • Schlaf­stö­rungen
    • Fehlernährung und Bewegungs­mangel
    • Fettreiche Ernährung mit ungesunden Fetten

    Fehlernährung und Bewegungs­mangel können nicht nur eine Leptin­re­sistenz sondern auch eine Insulin­re­sistenz bewirken. Und jetzt wird es inter­essant!

    Leptin­re­sistenz fördert die Insulin­re­sistenz und damit Diabetes Typ II

    Plötzlich haben wir es mit zwei Stoff­wech­sel­stö­rungen zu tun. Es kommt zu einer Entgleisung der Gesundheit. Entzün­dungen können entstehen, die schnell zum Flächen­brand werden. Willkommen im “tödlichen Quartett!”

    Also was ist zu tun?

    Wir „löschen“ mit richtiger Ernährung

    Durch die richtige Auswahl von Lebens­mittel ist es möglich die Hormon­re­gu­lation wieder zu norma­li­sieren.

    Es geht nicht darum wie viel Sie essen, sondern was Sie essen und trinken!!! Die Kalori­en­menge ist hier weniger entscheidend, sondern die Ankur­belung Ihres Stoff­wechsels mit vielen vitalen Nährstoffen!! 500 kcal aus hellem Brot haben eine fatalere Wirkung auf Ihren Körper als 500 kcal aus frischem Obst und viel Gemüse!!!. Dies wird in wissen­schaft­lichen Studien bewiesen.

    Außerdem geben wissen­schaft­liche Studien aus Schweden und Dänemark aus dem Jahre 2015 Auskunft darüber, das Gluten aus dem Weizen das Leptin daran hindert im Hypotha­lamus (Gehirn) anzudocken. Überge­wichtige Menschen sollten daher gluten­haltige Getrei­de­pro­dukte aus ihrem Speiseplan streichen.

    Der Schlüssel zu einer gesunden Ernährung liegt immer in der Art der Ernährung und nicht in der Kalorie!!!!

    Natürlich ist Bewegung ein weiterer Hebel zu mehr Gesundheit.

    FAZIT UND ZUSAM­MEN­FASSUNG

    Überge­wichtige müssen eine Ernäh­rungsform finden, die ihren Leptin­stoff­wechsel optimiert!

    Mit den richtigen Lebens­mittel umgehen sie der Insulin­re­sistenz mit Folge Diabetes! Gleich­zeitig wird die Durch­läs­sigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Leptin erhöht. Ihr Hunger- und Sätti­gungs­gefühl tritt wieder ein und damit klappt es auch wieder mit dem Gewichts­verlust.

    Hinter­fragen Sie sich:

    • Habe ich viel Stress?
    • Wie gut und wie lange schlafe ich?
    • Vergifte ich meinen Körper mit Zigaretten, Alkohol und Medika­menten?
    • Wie sieht mein Ess- und Trink­ver­halten aus?

    Sie können, wenn Sie wollen, Ihren Hormon­stoff­wechsel und damit Ihren gesamten Energie­stoff­wechsel wieder ins Gleich­ge­wicht bringen und mit den richtigen Lebens­mitteln wieder leistungs­fähig werden.

    Ich helfe Ihnen gerne dabei.

    Kleine Bemerkung:

    Cola light, Frucht­zwerge und andere Diätpro­dukte, in denen Haushalts­zucker mit natür­lichem Frucht­zucker ausge­tauscht wird, blockieren die Andock­stellen für Leptin!

    Wir werden nicht satt, sondern bekommen ständig Hunger. Also essen wir noch etwas kalori­en­re­du­ziertes und noch etwas.

    Einen Gruß an unsere Lebens­mit­tel­in­dustrie, die es versteht, mit ihren Light­pro­dukten uns das Geld aus der Tasche zu ziehen und die Knöpfe unserer Jacke wie Sektkorken knallen zu lassen.

    Dadurch werden wir nicht nur dick, sondern im Laufe der Zeit auch krank.

    .….und ab jetzt kommt die Pharma­in­dustrie ins Spiel.

    Viele Lebens­mit­tel­in­dus­trien und Pharma­in­dus­trien sind Freunde fürs Leben.

    Aber nicht für unser Leben!

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